Museum und Café

Spandovia Sacra – Heiliges Spandau

Das reformationsgeschichtliche Museum von St. Nikolai am Reformationsplatz 12 ist in einem im Kern aus dem Mittelalter stammenden Fachwerkhaus untergebracht. Da die St. Nikolai-Gemeinde so alt ist wie die Stadt (seit 1232) bzw. der Bezirk (seit 1920) Spandau, haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele wertvolle Dinge angesammelt: Gemälde, Abendmahlsgeräte, Kirchenbücher und Urkunden. Die wechselnden Ausstellungen beschäftigen sich vorwiegend mit kirchlicher Geschichte, die immer auch Teil der Orts- und Regionalgeschichte ist. Fast ausschließlich werden Stücke aus eigenem Bestand präsentiert.

 

Museum mit Café, Bibliothek, Archiv

Am 6. Oktober 1994 wurde das neue Museum der St. Nikolai-Gemeinde am Reformationsplatz 12 eröffnet. Bis zu diesem Zeitpunkt war es im Turm der Kirche untergebracht.

Einen besonderen Schatz stellt die alte Kirchenbibliothek mit über 2600 Bänden dar. Das älteste Buch ist eine Handschrift aus dem Jahre 1447. Auch einige Inkunabeln gehören zum Bestand.

Die meisten Spuren haben jedoch die Epochen der Reformation und der Aufklärung hinterlassen. Gerade aus dem 18. Jahrhundert sind viele naturwissenschaftliche und philosophische Bücher erhalten geblieben. Sie zeugen davon, dass damals die Pfarrer die wichtigsten Vermittler von Wissen waren. Die wöchentliche Sonntagspredigt bot die einzige Möglichkeit zur öffentlichen Erwachsenenbildung. Die Mehrzahl der Bücher stammt aus der Arbeitsbibliothek des Pfarrers Georg Wilhelm Wegner (auch Wegener, 1692–1765), der unter dem Pseudonym Tharsander selbst als Schriftsteller arbeitete.
Geschichte und Bestand der Bibliothek der St. Nikolai-Gemeinde

In der Bibliothek befinden sich rund 500 Leichenpredigten, die in der Datenbank der Forschungsstelle für Personalschriften erfasst sind.
Hier können Sie den Bestand der St.-Nikolai-Bibliothek im Verzeichnis deutscher Drucke des 16. (VD 16)* und des 17. Jahrhunderts (VD 17) einsehen. Sie werden bemerken, dass viele Bücher ausschließlich in Spandau vorhanden sind.
(* Bitte wählen Sie in der obersten Zeile “Bestand” an und geben Sie “VD283″ ein.)

Das Museum erforscht und vermittelt die Bestände der St. Nikolai-Kirche. Dies geschieht nicht nur in den Ausstellungen, sondern z.B. auch mit der Restaurierung alter Bücher und durch Neuausgaben besonders interessanter Texte (www.wehrhahn-verlag.de). Hier erhalten Sie eine Videobotschaft aus dem Jahr 1640.

Nach dem Museumsbesuch lädt das angegliederte gemütliche Café zum Verweilen ein: unter lauschigen alten Bäumen auf dem Reformationsplatz, im hellen Wintergarten oder in der Fachwerkstube mit Kamin.

Einmal monatlich findet auf dem alten Dachboden des Museums eine Veranstaltung mit dem Titel “Unterm Dach” statt. Es werden Konzerte, Lesungen oder Vorträge zu den Themen des Hauses geboten.

Hier zum Herunterladen: "Bier und Fische für Melanchthon" - Reformationsgeschtlicher Rundgang durch die Spandauer Altstadt in 12 familienfreundlichen Stationen.

Öffnungszeiten der Ausstellungen und des Cafés:
Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend und Sonntag 15.00–18.00 Uhr.

Führungen durch Haus und Ausstellung:
In der Regel an jedem Freitag um 16.30 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde.
Eintritt und Führung frei.

Öffnungszeiten von Büro, Archiv und Bibliothek:
nach Terminvereinbarung.

Adresse:
Museum “Spandovia sacra”
Reformationsplatz 12
13597 Berlin

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Ansprechpartnerin:  Sabine Müller

Informationen zu allen 200 Berliner Museen finden Sie unter:
www.museumsportal-berlin.de

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